Der Compoundbogen:

Die ersten Compoundbögen wurden am Ende der 1940er entwickelt und sahen aus wie ein Recurvebogen nur mit Rollen an denen die Sehne befestigt war. Heutige Compoundbögen haben eine Länge die nicht einmal halb so lang wie die eines Recurvebogens ist. Die Wurfarme stehen nicht wie bei anderen Bögen nur leicht nach hinten geneigt sondern bis zu 90° in Richtung des Schützens. Die Rollen an den Wurfarmen bestehen aus je zwei unterschiedlichen Rollen welche verschiedene Größen haben. In der Grundstellung ist die Sehne über die größere Rollen gerollt, während des Ausziehen des Bogens wird sie jedoch abgewickelt und die kleinere Rolle wickelt die Kabel auf. Die Kabel sind nach dem gleichen Verfahren wie eine Sehne hergestellt, sie trage die Hauptlast des Bogens. Die ovale Form der Rollen macht die größte Besonderheit des Compoundbogens aus. Am Anfang des Zugweges muss man das ganze Zuggewicht des Bogens ziehen, später im sogenannten „Lead-Off“ nur noch 15% halten, daher kann man ihn aber nicht ewig ziehen sondern er hat einen Anschlag an dem man den Bogen nicht mehr weiter spannen kann. Ein Compoundbogen wird nicht wie andere Bögen direkt mit der Hand gezogen, sondern man besitzt einen Haken den man in die Sehne hängt und damit zieht. Der Haken löst sich entweder dadurch das man eine Art Abzug betätigt oder durch das das ab einem bestimmten Zug ein Federmechanismus den Hagen auslöst. Diesen Löseapparat nennt man Release. Das Release verringert die Anzahl von Fehlern die man während des Lösens machen kann auf ein Minimum, da man keinen direkten Kontakt mit der Sehne hat. Das Visier eines Compoundbogens hat meist eine Vergrößerung welche das Zielen vereinfacht. Wie bei einem Gewehr hat man auch Kimme und Korn. Beim Compoundbogen schaut man durch einen Tunnel der in der Sehne eingesetzt ist das sogenannte „Peep“. Das Treffen mit einem Compoundbogen wird durch die ganze Technik vereinfacht und außerdem hat er auch noch die schnellsten Pfeilgeschwindigkeiten im Vergleich zu anderen Bögen. Diese beiden Argumente machen den Compoundbogen sehr interessant für die Jagd . Es werden auch fast ausschließlich nur Compoundbögen zur Jagd genutzt (in Deutschland verboten). Der Compoundbogen ist nicht olympisch doch seit Jahren wird darum gekämpft das der Compoundbogen bei den olympischen Spielen aufgenommen wird.

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